Das Wichtige jetzt!
foto: spd geislingenDie SPD-Fraktion und der SPD Ortsverein Geislingen trauern um Holger Schrag,
den Fraktions- vorsitzenden der Offenen Liste Geislingen, einen guten Freund, einen kämpferischen Kollegen und verlässlichen Mitstreiter in vielen kommunal- politischen Auseinander- setzungen und Projekten, sei es der Kampf um den Erhalt der Helfensteinklinik, die Gesundheitsversorgung in der Region, die Jugendhilfeplanung im Landkreis und in Geislingen, aber auch in der Aufarbeitung der missratenen Sanierung des Michelberggymnasiums.
Vor allem die Kinder- und Jugendarbeit war seine Mission. Zuletzt war er einer der Hauptorganisatoren der Aktionen gegen die Streichpolitik im Jugend- und Sozialbereich durch die Kreistagsmehrheit. Holle war ein Rebell, der seine Meinung immer deutlich formulierte und neue Ideen in die Diskussion einbrachte. Mit seiner Kritik hielt er nicht hinterm Berg, blieb aber immer offen für Gespräche und suchte Bündnispartner.
Die Kinder und die Jugend Geislingens haben ihm viel zu verdanken. Lange Jahre war die Ferienstadt auf dem Geiselstein nicht ohne ihn vorstellbar. Als langjähriger Vorsitzender des Stadtjugendrings pflegte er Verbindungen zu vielen Vereinen. Ein großes Anliegen war ihm die Wiederbelebung der Städtepartnerschaft mit Monteceau les Mines, wobei er neue Projekte anstieß. Holle nahm klar Stellung gegen die Rechtsentwicklung in unserer Gesellschaft. Das Projekt „Demokratie leben“ lag ihm sehr am Herzen und brachte ihm auch Gegner aus der rechten Szene ein.
Am 15.01.2026 erreichte uns die traurige und immer noch unfassbare Nachricht, dass Holle plötzlich verstorben ist, wenige Stunden nach der Gemeinderatssitzung. Wir werden ihn in der Geislinger Kommunalpolitik, auch in den Nachsitzungen, sehr vermissen und versuchen in seinem Sinne weiterzuarbeiten.
Seiner Familie gilt unser Mitgefühl. Wir wünschen ihr viel Kraft in der Trauer.
Thomas Reiff, Sascha Binder, Sabrina Binder, Jürgen Peters
Aufruf zur Demo: Gemeinsam gegen den Kahlschlag im Sozialbereich des Landkreises
Der SPD Ortsverein Geislingen hat sich in seiner letzten Vorstandssitzung mit den geplanten Streichungen des Landrats im Kreishaushalt auseinandergesetzt und verabschiedete eine Resolution dazu.
Die Sozialdemokraten in Geislingen sind empört darüber, in welchem Umfang gerade im sozialen Bereich gekürzt werden soll. Familien, insbesondere Kinder und Jugendliche sind massiv von den Kürzungen betroffen. Während die Bundesschülerkonferenz betont, wie notwendig Schulsozialarbeit ist, sollen im Landkreis Göppingen im Bereich der Schulsozialarbeit, Familientreffs und Beratungsstellen Millionenbeträge eingespart werden. Die mit den Städten und Gemeinden vereinbarte Mitfinanzierung durch den Landkreis soll gestrichen werden. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft, sollen unsere Gesellschaft voranbringen. Deshalb müssen wir gerade für sie und ihre Familien ausreichend Unterstützung bieten. Das soziale Miteinander in unserem Kreis ist die Basis für ein gutes Leben. Die Mittel für Beratungsstellen, Jugendhilfe und Schulen zu kürzen, zerschlägt ganze Netzwerke, die die letzten Jahre aufgebaut wurden und gut funktioniert haben. Wir sollten uns verdeutlichen, welcher Schaden hier angerichtet wird. Die soziale Infrastruktur werde angegriffen, zahlreiche Stellen werden gekürzt, Menschen werden versetzt oder gar arbeitslos. Wenn wir Hilfsangebote, Beratungsstellen und sogar die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements infrage stellen, verzichten wir auf die Verantwortung für das Gemeinwohl. „Das können wir als Sozialdemokraten nicht mittragen. Wir fordern die Fraktionen des Kreistages auf, mit all ihren Mitteln und aller Kraft gegen diesen sozialpolitischen Kahlschlag zu kämpfen,“ so der Geislinger SPD-Vorstand.
Die SPD Geislingen fordert alle ihre Mitglieder und die Bürgerschaft zur Teilnahme an der Demonstration am kommenden Freitag, 07.11.2025 um 12.30 Uhr am Göppinger Bahnhofsvorplatz auf.
Thomas Reiff, Vorsitzender
Veröffentlicht am 09.12.2025
Leserinnenbrief 27.9.2025
Zum Artikel vom 27.9.: Teil-Verkauf der Klinik, Rotstift beim Sozialen und Stellenabbau
„Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten“, sprach Friedrich Merz und Landrat Markus Möller scheint dieser Einschätzung 1:1 folgen. Soziale Einrichtungen wie Schulsozialarbeit, psychologische Familien- und Lebensberatung, Suchtberatungsstelle und andere Beratungsstellen werden ausgeblutet und die Folgekosten werden uns, wie im Artikel richtig erwähnt, durch die Hintertür wieder einholen.
von Sabine Reiff, Beisitzerin im Vorstand der SPD Geislingen
Veröffentlicht am 27.10.2025
SPD-Kreistagsfraktion beriet Haushaltslage
„Die kommunale Finanzkrise erzeugt auch für unseren Landkreis Handlungsbedarf. Wir wehren uns aber entschieden gegen drohende Kürzungen bei bewährten und dringend notwendigen sozialen Fundamenten in unserem Landkreis!“ Benjamin Christian zog dies als Bilanz einer ersten Aussprache der SPD-Kreistagsfraktion zu den nun im Landkreis bekannt gewordenen Haushalts-Konsolidierungsvorschlägen von Landrat und Finanzdezernent. Und Vize Susanne Widmaier: „Wir haben im Vergleich der Landkreise Baden-Württembergs leicht unterdurchschnittliche Sozialkosten pro Einwohner. Da hätte ich mir eine andere Akzentsetzung gewünscht. Und diese muss auch erreicht werden! Sie ist gemeinsam möglich“
Dies ist jetzt eine öffentliche Debatte
Veröffentlicht am 20.10.2025
Beim letzten besonders gut besuchten Sommerstammtisch der SPD Geislingen sprach Sascha Binder über die aktuelle Lage in Land und Bund.
Seine Themen reichten von internationalen Krisen, über Wirtschaftsfragen, Wohnungsbau und Sozialpolitik bis hin zur Situation in Geislingen und im Kreis.
Die intensive Diskussion der Beteiligten fokussierte sich zunächst auf das Thema Wohnraum. Steigende Lebenshaltungskosten treffen auf teurer werdende Mieten. Da ist der Unmut vieler Bürger und Bürgerinnen verständlich.
Veröffentlicht am 04.10.2025
SPD-Sommerstammtisch diskutiert Tarifflucht der WMF GmbH
Beim ersten SPD-Sommerstammtisch im Cafe im Grünen war die Tarifflucht der WMF GmbH das beherrschende Thema. Thomas Thunig, Vertrauensmann und Vertrauenskörperleiter bei der WMF, berichtete, dass die abgespaltenen GmbHs zum Jahresende den Tarifvertrag gekündigt haben. „Einen solchen Vertrauensbruch gegenüber der Belegschaft habe ich noch nie erlebt“, so Thunig.
Bericht: Thomas Reiff
Veröffentlicht am 08.09.2025