Auf ihrer letzten Vorstandsitzung im alten Jahr nahm die Geislinger SPD kritisch Stellung gegenüber verschiedenen unternehmerischen Entscheidungen in Geislingen in den letzten Wochen.
von Thomas Reiff
Ortsverein
Auf ihrer letzten Vorstandsitzung im alten Jahr nahm die Geislinger SPD kritisch Stellung gegenüber verschiedenen unternehmerischen Entscheidungen in Geislingen in den letzten Wochen.
von Thomas Reiff
Eine davon sei die Vorstandsentscheidung bei der WMF, die Besteckfertigung zu schließen und damit 60 Mitarbeiter zu entlassen. Es sei bitter für die vielen langjährigen WMF-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter, die kurz vor Weihnachten gekündigt wurden. Sozialpläne, Abfindungen und Beschäftigungsgesellschaft würden zwar die direkte Not abfedern, allerdings sei grundsätzlich zu fragen, ob angesichts dieser Kosten und hoher Vorstandsbezüge, es nicht eine bessere Lösung für die Belegschaft gegeben hätte. Wie wenig aber deren Situation zähle, so der Vorstand der SPD Geislingen, zeige, dass man die Kündigungen auch noch kurz vor Weihnachten ausgesprochen habe. Grundsätzlich müsse die Frage gestellt werden, ob es nicht möglich gewesen wäre, diese Situation anders zu lösen. Personalabbau, wenn man ihn schon wegen des Erfolgsdrucks durch die Kapitaleigner machen müsse, müsse nicht zwangsläufig durch Entlassungen geschehen.
Wie wenig menschliche Schicksale manchen Kapitaleignern bedeuteten werde noch deutlicher bei den Vorgängen und Machenschaften bei Enfumo und Hella-Arabella. Der Eindruck verfestige sich immer mehr, dass die Belegschaft verraten und verkauft worden sei. Hier würden die Arbeitnehmer skrupellos betrogen und ausgetrickst, um den ihnen zustehenden Lohn bzw. Abfindungen einzusparen. In anderen Zusammenhängen würde man da schon deutlicher von Diebstahl und Betrug sprechen. Diese Fälle zeigten deutlich, so die Geislinger Sozialdemokraten, dass es gelte, die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verteidigen und zu verbessern. Gerade jetzt würden starke Gewerkschaften gebraucht. Es sind vor allem die Steuergelder der Arbeitnehmer, die die Wirtschaft in der Krise durch Konjunkturprogramme vor einem noch stärkeren Absturz bewahrt haben. Ein Wirtschaftssystem, das so mit den Menschen umgehe, verliere seine Legitimation.
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Donnerstag, 16.04.2026, 18 Uhr im City Inn in der Geislinger Fuzo, parteioffene Vorstandsitzung der SPD Geislingen

Nach ihren Ansprachen legen Oberbürgermeister Frank Dehmer und SPD-Altstadtrat Dr. Hansjürgen Gölz einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des NS-Regimes auf dem Friedhof Heiligenäcker am Mahnmal "Geschundener Kopf" nieder.
Gedenkansprache von Dr. Hansjürgen Gölz