Geislingen will sich dafür bewerben
SPD-Fraktionschef Hansjörg Gölz und SPD-GEmeinderat Reiff sprechen sich für Antrag der GAL aus: "Wir haben ein Problem mit Rechts."
Stadtratsfraktion
Lesen Sie untenstehenden Artikel aus der Geislinger Zeitung:
Die Stadt Geislingen will ein offizieller "Ort der Vielfalt" werden. Im Rahmen eines bundesweiten Programms beteiligt sie sich auf Vorschlag der GAL an einem vom Bundesfamilienministerium initiierten Programm. Damit, so argumentierte GAL-Stadtrat Ismail Mutlu jetzt vor dem Verwaltungsausschuss des Gemeinderats, werde ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gesetzt.
Um als "Ort der Vielfalt" anerkannt zu werden, muss laut Verwaltung ein mehrseitiges Bewerbungsformular ausgefüllt und eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Aktivitäten und Projekte in der Stadt aufgelistet werden. Alle in Frage kommenden Gruppen und Institutionen sollen nun laut Oberbürgermeister Wolfgang Amann angeschrieben werden.
Peter Maichle (CDU) kritisierte, dass in den Ausschreibungsunterlagen lediglich der Rechtsradikalismus genannt sei, gegen den sich die Initiative richte. Hingegen, so forderte Maichle, solle in diesem Zusammenhang auch der Linksextremismus erwähnt werden.
Thomas Reiff (SPD) und Roland Funk (FWV) freilich vertraten die Auffassung, dass der "Kampf gegen Rechts" sehr wohl seine Berechtigung habe. Funk: "Wir haben kaum linksorientierte Straftaten in Geislingen." Und auch SPD-Fraktionschef Hansjörg Gölz bekräftigte: "Wir haben ein Problem mit Rechts."
Oberbürgermeister Wolfgang Amann wollte auf das Thema "rechts und links" nicht eingehen und gab zu bedenken, dass man ein allgemeines Gewalt-Problem habe, das aber nicht auf Geislingen beschränkt sei. -mm
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Erscheinungsdatum: Donnerstag 05.11.2009




