Eine Notfallversorgung, die den Namen auch verdient

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SPD Geislingen und Umgebung diskutiert Nachnutzung

SPD Geislingen und Umgebung diskutierte im Vereinsheim der Vogel- und Geflügelfreunde zum Thema Nachnutzung der Helfensteinklinik. Mit dabei waren fünf Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion  mit der Fraktionsvorsitzenden Susanne Widmaier an der Spitze.

Nachdem der Ortsvorsitzende der SPD Thomas Reiff den aktuellen Stand der Auseinandersetzung um die Helfensteinklinik noch einmal kurz dargelegt hatte, berichtete Susanne Widmaier vor allem vom Stand der Diskussion um die Nachnutzung der Klinik.

Text und Foto: Sabine Reiff

Dabei kritisierte sie die letzte Veranstaltung des Landkreises zu diesem Thema in Bad Überkingen als wenig effizient. Die TeilnehmerInnen bekamen eine Vielzahl an Informationen, aber kaum Ideen und Vorschläge für die weitere Nutzung vorgetragen. Einzig der Vertreter des Bürgerbündnisses habe klare Vorstellungen, wie z.B. eine reduzierte Notfallversorgung und Kurzliegerbetten für die weitere Nutzung eingebracht. Die Diskussion mit dem Publikum beim Bürgerdialog glich eher einer weiteren Darstellung bereits bekannter Positionen, als einer kreativen Ideensammlung. Auch in der Auseinandersetzung im Kreistag vermisse sie klare Vorschläge und Ideen, so Widmaier. Bisher sei die Diskussion eher an dem was nicht geht hängengeblieben anstatt Vorschläge für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Raumschaft Geislingen zu bringen. Susanne Widmaier fragte aber auch die Position der Stadt Geislingen und ihrem Gemeinderat nach. Von dieser Seite seien weder Wünsche noch Vorstellungen eingebracht worden. Schwierig sei auch die geplante Evaluation der Nutzung der Notfallversorgung. Zur Zeit würden nach Auskunft der Klinikleitung nur wenige Patienten in der Notfallambulanz registriert.

In der anschließenden Diskussion beklagten die TeilnehmerInnen vor allem die  Notfallversorgung, die oft nicht klappe. Entweder würden Patienten gegen den von ihnen geäußerten Wunsch nach Göppingen gebracht oder Anfragen im Vorfeld abgewiesen, da der Schockraum nicht geöffnet wäre oder derzeit keine umfassenden Untersuchungen gemacht werden könnten, berichtete Monika Kikowatz und anderer Teilnehmer aus eigener Erfahrung.

Geislingen brauche eine Notfallversorgung, die den Nahmen auch verdiene, meinte Sabine Reiff. Die derzeitige Situation gleiche eher einem schmutzigen Deckmäntelchen als einer brauchbaren Notfallversorgung. Peter Zajontz kritisierte, dass die Klinikleitung nicht an diesem Modell interessiert sei.

Auch die geplante Evaluation der Notfallversorgung in Geislingen wurde kritisch hinterfragt. Wie werden die PatientInnen erfasst, die die Notfallversorgung nutzen wollten aber abgewiesen wurden? Wie sollen die PatientInnen die Einrichtung nutzen, wenn bereits im Vorfeld davon abgeraten wird?

Hier müsste mindestens eine Anlaufstelle eingerichtet werden, an der  PatientInnen, die von ihnen erlebte Situation schildern könnten. Eine zahlenmäßige Erfassung der Nutzung bringe auf diesem Hintergrund keine reale Einschätzung.

Für Wünsche und Vorstellungen zur Nachnutzung der Helfensteinklinik würden die Vorschläge von Experten benötigt. Sicher sei jedoch, dass Geislingen Verbesserung und Bestandsschutz für die Versorgung mit Ärzten und Therapeuten benötige, bevor man über Wohnraum oder die Nutzung durch die Hochschule diskutiere. Das wolle niemand aus der Bürgerschaft, so Jürgen Peters. Gewünscht wurde, dass Nachfragen, wie z.B. durch die private Herzklinik Ulm oder anderer Ärztinnen und Ärzte ergebnisoffen diskutiert und kommuniziert werden. Weitere Ideen waren z.B. Kooperationen mit der Uniklinik Ulm oder eine Außenstelle des Sozialpädiatrischen Zentrums Göppingen. Dies brächte für Eltern mit kleinen Kindern Erleichterung. Die Schaffung einer Projektleitungs- bzw. Kümmererstelle durch den Kreis fanden die Mitglieder sinnvoll. Allerdings wäre diese natürlich schon von Anfang an nötig gewesen.

Thomas Reiff bedankte sich zum Schluss bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die lebhafte Diskussion und bei den zahlreichen Vertretern der Kreistagsfraktion für ihr Kommen. Die Nachnutzung der Helfensteinklinik mit Angeboten der Gesundheitsversorgung brauche die Unterstützung der Kreistagsfraktionen. Die Raumschaft Geislingen hätte da noch etwas gut.

 
 

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