Zusammenhalt zentrales Ziel

Ortsverein

v.rechts.: MdL Sascha Binder, Dr. Jürgen Zieger - OB Esslingen, Ortsvereinsvors. Thomas reiff / Foto: Jürgen Peters

Geislingens SPD hakt beim Neujahrsempfang das für die Genossen katastrophale Jahr 2018 ab und blickt nach vorn. Im Blickpunkt: die Kommunalwahlen.

Von Claudia Burst - Geislinger Zeitung, 12.01.2019

Mit mehr als 70 Gästen war der Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Geislingen am Donnerstagabend in der Rätsche gut besucht. Im Mittelpunkt stand die Neujahrsrede von Dr. Jürgen Zieger, dem Oberbürgermeister von Esslingen.

 

Eingeladen zum Neujahrsempfang hatten Thomas Reiff, der Ortsvereinsvorsitzende und SPD-Fraktionsvorsitzende im Geislinger Gemeinderat, sowie Sascha Binder, Stadtrat, Kreisrat, Mitglied des Landtags und Generalsekretär der Landes-SPD.
Beide begrüßten die Besucher mit einem kurzen Rückblick auf das aus SPD-Sicht vergangene Katastrophenjahr mit herben Abstürzen bei den Landtagswahlen (Reiff: „Wir Sozialdemokraten sind froh, dass 2018 vorbei ist. Die Situation ist aber besser als medial vermittelt.“), um sich dann dem neu begonnenen Jahr zu widmen. Dabei spannten sie mit Blick auf die anstehenden EU- und Kommunalwahlen am 26. Mai den Bogen von Europa bis Geislingen. Binder forderte seine Zuhörer dazu auf, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren, weil es dabei um das Wohl der Stadt gehe. Er ging darauf ein, dass die SPD mit kostenloser Kinderbetreuung zum ersten Mal ein Volksbegehren anstrebt.

Geislingens OB Frank Dehmer zeigte sich in seinem Grußwort gespannt auf die Wahlen und wünschte der SPD „bessere Zeiten“, weil er sich „eine bunte Parteienlandschaft mit möglichst demokratischen Parteien“ erhoffe.


Den Zusammenhalt in der Gesellschaft stellte dann Jürgen Zieger ins Zentrum seiner Rede. „Ohne Zusammenhalt gibt es keine Zukunft“, lautete seine Botschaft. Deshalb plädierte er für „mehr Differenz statt Hysterie“, für „mehr Debatten“ sowie für „politisches Handeln statt Sündenbocksuche“.


Als Bürgermeister betrachtete er die dafür notwendigen Schritte aus der Sicht der Kommunen. „Gemeinderat ist mühsam, aber Sinn stiftend“, sagte auch er und betonte, wie wichtig es sei, das Wachstum der Städte zu gestalten. „Wir müssen Wohnungen schaffen, mehr in den Ausbau des Nahverkehrs investieren sowie in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen“, sagte er und beklagte: „Jedes fünfte Kind lebt von Hartz IV.“ Es erlebe dadurch Ausgrenzung als Dauerzustand. „Das ist eine Gefahr für die Demokratie“, machte der Redner deutlich und forderte deshalb staatliche Grundsicherung für Kinder.


Einen wichtigen Part im Zusammenhalt der Gesellschaft spielten Vereine. „Sie machen aus Prinzen und Prinzessinnen, die meinen, die Welt dreht sich um sie, engagierte Mitglieder der Gesellschaft – und sie tun das ehrenamtlich, am Wochenende und bei Wind und Wetter.“

 

 

 
 

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